Zollgrenzbezirk

Kriminell gute Schmugglergeschichten vom  Flughafen München 

Zollkrimi, Flughafen München, Ron MG Schmugglergeschichten

 
Internationale Flughäfen sind weit mehr als Verkehrsknotenpunkte. Sie sind ein Versprechen für all jene, die in die weite Welt hinaus wollen um dort ihr Glück zu finden. Aber auch für die Menschen, die heimkommen. Unter ihnen sind Gewinner, Verlierer, Glückliche oder Verzweifelte. Jeder dieser Menschen hat seine eigene Geschichte. Einige davon erzähle ich. Kommen Sie mit auf eine spannende Reise durch die Welt trickreicher Schmuggler und gewiefter Zöllner. Sie müssen dafür kein Flugticket lösen, aber Achtung, Sie könnten sich mit dem Flughafenvirus infizieren. 

Zöllner Ronny, Kontrolleinheit, München Flughafen

Außergewöhnliche Zoll-Krimis aus München und den weltweit aufregendsten Schauplätzen

Dubai Skyline Schmugglergeschichten Ron MG

Bisher erschienen: 

"Der Sultan und die Märchenerzähler" und 

"Keine Stille Nacht -die letzte Schicht vor Weihnachten" 

Vorschau: "Dienstende um Mitternacht"

Der Sultan von Brunei und die Märchenerzähler,  Zollkrimi

"Der Sultan und die Märchenerzähler", ist ein Krimi fast ohne Mord und Totschlag. Eine Geschichte über pfiffige Betrüger, die ans große Geld wollen und dafür alles riskieren.. 

Keine Stille Nacht, Ron MG, Schmugglergeschichten Zoll, Christbaum Flughafen München, Zollkrimi

"Keine Stille Nacht, die letzte Schicht vor Weihnachten", wirft einen Blick auf Zollbeamte die arbeiten müssen, wenn andere feiern. Die Welt dreht sich immer weiter, auch an Weihnachten. Einen aufregenden Abend im winterlichen München können Sie ab Dezember 2026 mit nur einem Mausklick erleben.

Dienstende um Mitternacht, Zollkrimi, Ron MG, Schmugglergeschichten Flughafen München

"Dienstende um Mitternacht" erzählt die Geschichte über einen Münchner Zollfahnder, dem das Wasser bis zum Hals steht. Ein bewaffneter Raubüberfall, eine versemmelte Festnahmeaktion, die Ehe am Ende und Probleme, die erst so richtig Fahrt aufnehmen. Ab Sommer 2026 auf dieser Seite zu lesen.

Dunkle Deals an Deutschlands Grenzen

Der Schmuggel von seltenen Tieren, Rauschgift, Waffen, Schwarzmarkt-Zigaretten, schmutzigem Geld, gestohlenen Kunstwerken und allem was heiß begehrt wird, ist ein hartes, ein riskantes Geschäft. 
Wer es erfolgreich betreibt kann eine Menge Geld verdienen. Wer auffliegt, verliert viel. Oft die Freiheit und manchmal sogar das Leben. 
Erfahren Sie mehr über Schmuggler und Zöllner, über Jäger und Gejagte.  

Krokodil vom Aussterben bedroht

Lebendes Orinoco-Krokodil aus Kolumbien. Sichergestellt in einer Luftfrachtsendung aus Bogota. Das vom aussterben bedrohte Tier -es gibt davon weltweit keine Hundert mehr- war für einen Zoo in den Vereinigten Arabischen Emiraten bestimmt.
Orinoco-Krokodile können über fünf Meter lang, knapp 400 Kilogramm schwer und über fünfzig Jahre alt werden
. Als Spitzenprädator, also am oberen Ende der Nahrungskette, gehören sie zu den weltgrößten Reptilienarten.

Kokain im Koffergestänge

Im Gestänge eines Rollkoffers aus dem brasilianischen Sao Paulo waren drei Kilogramm hochwertiges Kokain verbaut. Das Rauschgift wäre mit Lactose, Koffein oder Paracetamol auf zehn Kilogramm gestreckt worden. Es hätte im Straßenverkauf etwa eine halbe Million Euro eingebracht. Eine Zollhund roch jedoch den Braten. Das weiße Pulver an der Bohrerspitze war der letzte Beweis. 

Koffer voll Schmuggelzigaretten aus Russland

Koffer mit 20.000 Stück Schmuggelzigaretten aus Russland. 
Die wegen des Kriegs gegen die Ukraine verfügte Sperrung des EU-Luftraums für russische Flugzeuge ab Februar 2022, stört die illegalen Geschäfte empfindlich. 

geschmuggeltes Bargeld

60.000 britische Pfund  wollte ein aus Amsterdam kommender 26-jähriger Geldkurier nach Tirana/Albanien bringen. Die gebrauchten 10 und 20-Pfundnoten stammten aus dem Straßenverkauf von Kokain in London. Die minimalen Spuren der Droge an den Geldscheinen reichten dem Zollhund aus. Er zeigte reges Interesse an der Sporttasche, in der das Geld war. Der 26-jährige bekam eine Anzeige wegen Geldwäscheverdachts und durfte weiter fliegen, allerdings um 60.000 Pfund leichter. 

Ron MG erzählt Geschichten von Schmugglern und Zöllnern, von kleinen Fischen und großen Haien

Haifischfütterung in Dubai Schmugglergeschichten Ron MG

"Nichts ist aufregender als die Realität. Was tatsächlich passiert, ist viel spektakulärer als was man sich jemals erdenken könnte."  

Heiße Wüste, harter Stoff

Es war eine lange und gefährliche Reise, die der 30-jährige Joseph Ikbene aus Niger von Agadez über Algerien und Libyen, durch die Sahara bis nach Ägypten unternahm. Er trotzte großer Hitze, bitterer Kälte, Räubern die sein Geld wollten und Grenzbeamten, die er bestach um passieren zu dürfen. Er musste laufen, weg aus einem Leben in ewiger Armut und davon vor der Polizei, die ihn geschlagen und eingesperrt hätte. Er lief um sein Leben. 

Wüste in Marokko, Ron MG Schmugglergeschichten

Seine uralten Lederstiefel verschlissen dabei zusehends, genauso wie er selbst. Er überstand alle Kontrollen bis er im ägyptischen Kairo endlich ein Flugzeug nach München besteigen konnte. 
Als er es fast geschafft hatte, schlug das Schicksal unbarmherzig zu. Der freundlich wedelnde, schwarze Labrador bei der Zollkontrolle am Flughafen München war sein Verhängnis. Der Zollhund schlug an und es war "kein Sand in den Schuhen aus Hawaii", wie die Zöllner in Anspielung auf einen alten Schlager scherzten, sondern 300 Gramm Heroin aus Nigeria, dass aus seinen Stiefeln rieselte. Bei seiner Vernehmung bekam Joseph von den Zollfahndern Kaffee und Zigaretten angeboten. Er genoss beides und wirkte dabei irgendwie erleichtert. Nachdem was er auf seinem beschwerlichen Fußmarsch durch die Wüste erlebt hatte, verlor eine deutsche Gefängniszelle ihren Schrecken. Zwei Jahre später wurde Joseph Ikbene direkt aus der Haft in den Niger abgeschoben. 

Heroinschmuggler aus dem Niger

Das Ende der Reise: Justizvollzugsanstalt München-Stadelheim

Schmuggelversteck, Heroin in Schuhen, auf leisen Sohlen durch den Zoll

Schuhsohlen als Schmuggelversteck

braunes Heroin in der Schuhsohle

In Klebeband, dass sich langsam löste, gewickelte Plastiktüten mit jeweils 150 Gramm Heroin 

Heroin in Schuhsohlen

Verschlissene Lederstiefel mit wertvollem Inhalt. Das hochwertige Heroin hätte im Straßenverkauf mindestens 100.000 Euro gebracht.

Lebensgefährliche Zollkontrollen:

Von der Sonora-Wüste Arizonas im Leinensack nach München

"Was ist da drin?", frage der Zöllner und zeigte auf das im geöffneten Koffer liegende Stoffsäckchen. 

hochgiftige Klapperschlange im Koffer, Lebensgefahr für Zöllner

"Lassen Sie das lieber zu", antwortete der leichenblass gewordene USA-Reisende. Die lebende Klapperschlange, die nach ihrem Lebensraum, der kalifornischen Mojave-Wüste benannt ist, hätte zur tödlichen Bedrohung für den Zollbeamten werden können. Aus tierseuchenrechtlichen Gründen muss die Schlange nun in Quarantäne. Menschen mit angeblicher Liebe zu exotischen Tieren, aber wenigen Fachkenntnissen, gehen enorme Risiken ein. Auch dieser Tourist wollte das giftige Reisemitbringsel als Ausstellungsstück für sein Wohnzimmer missbrauchen. Mit einem billigen, viel zu kleinem Gebrauchtterrarium und aus dem Netz heruntergeladenen Informationen nach dem Motto "Reptilienhaltung leicht gemacht" wäre der 27-jährige Österreicher schnell überfordert gewesen. Unsachgemäßes Füttern, nicht artgerechte Unterbringung und fehlendes Wissen über die Bedürfnisse der jeweiligen Schlange kann sie umbringen. Sorglosigkeit, Vernachlässigung der Sicherheitsmaßnahmen (z. B. ausbruchsicheres Terrarium, Vorhalten von Serum, etc.) und Fehldeutung von Verhaltensweisen kann den Schlangenhalter das Leben kosten.

Diamantklapperschlange, Einfuhr gefährlicher Tiere, Giftschlangen

Die in Arizona vorkommende Mojave-Klapperschlangen gilt wegen häufiger Bissunfälle als eine der gefährlichsten Schlangen Nordamerikas. Ihr Gift besteht aus Gewebe zerstörenden Proteinen und neurotoxischen Bestandteilen. Diese schädigen das zentrale Nervensystem und führen zu Paralyse, Ausfall der Nervenversorgung zentraler Organe bis hin zum Tod. 
Trotzdem können sie grundsätzlich legal eingeführt werden. Nur die Haltung muss in Bayern von der zuständigen Wohnortgemeinde genehmigt werden. 

Grand Canyon, Schmugglergeschichten Ron MG

Im Grand Canyon leben über 200 Tierarten, neben Kojoten, Pumas und Skorpionen auch Klapperschlangen. Wer die Wildnis respektiert und nicht mit Disneyland verwechselt, feste Wanderschuhe anstatt Flip Flops benutzt und nicht mit bloßer Hand in Felsspalten greift, wird auch nicht gebissen. Gefährlicher ist die Sonne. Im Sommer steigt das Thermometer auf über 45 Grad im Schatten. Fehlender Sonnenschutz, zu wenig Wasser, Stürze und Unfälle beim Rafting kosten nach Angaben der Parkverwaltung im Jahresdurchschnitt zwölf Menschen das Leben. 

Snakes on a plane

Vom Regenwald ins Passagierflugzeug

Dave Duncan war Kurier von Beruf. Der 27-jährige Schotte erledigte internationale Transporte aller Art. Er war die personifizierte Luftpost, nur ohne Briefmarken. Ein Anruf, ein Auftrag, ein Gepäckstück und eine Adresse wo es abzuliefern sei. Mehr brauchte es nicht, um seine Dienste in Anspruch zu nehmen. Diesmal sollte er eine Reisetasche in Dubai übernehmen und nach Nürnberg bringen. Weil der Inhalt wertvoll, aber "zerbrechlich" war, hatte er Anweisung, die Tasche nicht aus der Hand zu geben und als Handgepäck mit ins Flugzeug zu nehmen. Das war ungewöhnlich. Dave wusste nie, mit was er da so um die Welt reiste. Er wollte es auch gar nicht wissen. Diesmal aber schon. Das er die Tasche keinesfalls öffnen sollte machte ihn neugierig. Im Transitbereich des Flughafen Dubai traf er einen Australier, der ihm die Tasche und eine Anzahlung von 1000 US-Dollar übergab. Weiter 1000 Dollar sollte er bei Abgabe der Sendung in Nürnberg bekommen. 

Würgeschlangen an Bord eines Flugzeugs

Pünktlich um 13:00 Uhr landete der Airbus A 380 in München. Dave war nervös, den Drink, der ihn etwas lockerer gemacht hätte, bekam er nicht, weil an Bord der Middle East-Airline aus religiösen Gründen kein Alkohol ausgeschenkt wird. Nach der Passkontrolle im Terminal 1 steuerte er flugs den Ausgang an. Einer Zollbeamtin war er wohl etwas zu schnell unterwegs. Sie hielt ihn an. "Zollkontrolle, was haben Sie aus Dubai mitgebracht?", fragte sie ihn noch im Durchgang. "Nothing to declare, I am just a tourist", antwortete er betont gelangweilt. Die 30-jährige Zollhauptsekretärin Silke Deter überzeugte er damit nicht. Sie erkannte am Dialekt, dass er Schotte war. Und Schotten erlebte sie bei ihrem letzten Spanienurlaub als sehr gesellige und trinkfeste Truppe. Dieser hier wollte alleine Urlaub in einem muslimischen Land gemacht haben, in dem Alkohol teuer und nicht an jeder Ecke zu bekommen ist? Ungewöhnlich. Also nahm sie ihn mit in den Kontrollraum. Dort röntgte sie seine Tasche. "Was haben Sie da drin? Sieht aus wie ein Teller mit übergroßen Spagetti." Die junge Beamtin zog am Reißverschluss um die Tasche zu öffnen. "Stop, don´t open the bag!", rief Dave. In dem Moment bemerkte sie, dass sich in der Tasche etwas bewegte. "Was zum Teufel ist da drin?", herrschte sie Dave an. Der senkte den Kopf und schwieg. "Welches Tier ist da drin?", fragte sie. Aus Erfahrung wusste sie, dass vom Kätzchen bis zum Alligator alles möglich war. Während sie den Grenzveterinär rief, der alle lebenden Tiere untersucht, um die Einschleppung von Tierseuchen zu verhindern, analysierten ihre Kollegen das Röntgenbild. "Könnte eine oder mehrere Schlangen sein", mutmaßte der Schichtleiter. "Giftig oder Würger, auf alle Fälle gefährlich was der Junge da mit hat." Mittlerweile traf Dr. Springer ein und verstaute die Tasche sicher in seiner Tiertransportbox. "Der Passagier weiß also nicht, was da drin ist? Das werden wir herausfinden. Ich geb` Euch Bescheid.", sprach der Tierarzt und fuhr zu seiner Praxis am Flughafen, die für die Untersuchung von Tieren aller Art speziell ausgestattet ist. 

australische Pythons, schmugglergeschichten ron mg

Schichtleiter Alois Hummel hob ab, als der von allen mit Spannung erwartete Anruf von Tierarzt Dr. Springer einging. "Ja der Wahnsinn. Wie viele? So um die zwanzig. Fürs erste reicht uns das. Vielen Dank." Hummel legte auf und schnaufte durch. "Spann uns nicht auf die Folter, was ist es?", wollte Silke Deter wissen. "Um die zwanzig junge Pythons. Der Schotte ist komplett verrückt, sich mit lebenden Würgeschlangen in einer billigen Sporttasche in den Flieger zu setzen. Wenn da nur eine auskommt hast Du Panik an Bord. Die Viecher sind zwar nicht giftig und noch nicht ausgewachsen, aber beißen können sie schon." "Wie sind die überhaupt durch die Sicherheitskontrolle gekommen?", fragte Silke. "Die suchen nach Waffen und Sprengstoff. Auf dem Röntgenbild sehen die Pythons wie ein Knäuel dicker Nudeln aus, also unverdächtig. Es ist ja nur ein starres Röntgenbild, keine Videoaufnahme auf der man Bewegungen sieht", erklärte der erfahrene Beamte. Silke Deter konfrontierte Dave Duncan mit den Schlangen in seiner Tasche, worauf der die Gesichtsfarbe wechselte. Noch blasser wurde er, als Deter ihn wegen Schmuggels von Wildtieren festnahm. Die Palette der Gesetzesverstöße war breit. Pythons stehen unter Artenschutz, dürfen also ohne Genehmigung nicht eingeführt werden. Da kein Gesundheitszeugnis einer zertifizierten australischen Behörde vorlag, ist die Einfuhr auch nach europäischen Tierseuchenrecht verboten. Außerdem fallen bei einem Schmuggelversuch Zollabgaben an, die Reptilien haben einen hohen Handelswert. Die Zöllnerin war gerade fertig mit der Aufzählung der Tatvorwürfe als ihr Alois Hummel etwas zuflüsterte. "Sie haben die Schlangen nicht artgerecht transportiert Mr. Duncan, der Tierarzt hat uns mitgeteilt, dass sie in einem schlechten gesundheitlichen Zustand sind. Deshalb kriegen Sie noch eine Anzeige wegen Tierquälerei", wandte sich Deter wieder Dave Duncan zu. Der war nun restlos bedient und wollte von ihr wissen, wie er seine Lage verbessern könnte. "Ganz einfach, sagen Sie uns wohin Sie die Tasche bringen sollten." Sie machte ihm klar, dass der Zollfahndungsdienst sein Handy auslesen würde und dadurch sowieso an die Daten kommen würde. Dave überlegte kurz und schrieb dann eine Nürnberger Adresse auf einen Zettel, den er der Beamtin überreichte.
Noch am selben Tag durchsuchte das Zollfahndungsamt München die kleine Wohnung eines 40-jährigen Nürnbergers, der gerade versuchte, einen illegalen Handel mit exotischen Schlangen aufzubauen. Seine vorbereiteten Terrarien blieben leer und den Schlangen viel Leid erspart. Dave Duncan wurde nach kurzer Untersuchungshaft entlassen und letztendlich zu einer sechsmonatigen Bewährungsstrafe und 1500 Euro Geldstrafe verurteilt. Die 1000 US-Dollar Kurierlohn zog das Gericht ein. Sein Schlusswort bei der Gerichtsverhandlung in Erding war: "I promise, I never come back to munich". Er flog nach Edinburgh, die Pythons wurden bei der Reptilienauffangstation München eingeliefert. Dort werden sie professionell gepflegt und an Zoos oder andere seriöse Abnehmer weitervermittelt.

Zollstelle Terminal 1 München-Flughafen

Bundeszollverwaltung..

..überwacht die Einfuhr von Waren in die Europäische Union und nach Deutschland, erhebt Einfuhrabgaben (Zölle und Steuern), beschlagnahmt verbotene und geschmuggelte Waren aller Art (von A wie Anabolika, über D wie Drogen, G wie Geldwäsche bis Z wie Zigaretten).
Der deutsche Zoll untersteht dem Bundesministerium für Finanzen und vereinnahmte 2023 insgesamt 158 Milliarden Euro Einfuhrabgaben (Zölle, Einfuhrumsatzsteuer, Verbrauchssteuern), KFZ-und Luftverkehrssteuern, das sind ein gutes Drittel der gesamten Einnahmen des Bundes. 
Die Einfuhrabgabe Zoll wird komplett nach Brüssel abgeführt um die Europäische Union zu finanzieren.  

Grenzschild Bundesrepublik Deutschland

Zollgrenzbezirk..

..war ein Gebiet das von der Staatsgrenze bis 15 Kilometer ins Binnenland reichte. Die Flughäfen waren als ein "der Grenzaufsicht unterstelltes Gebiet " de facto ein Zollgrenzbezirk. In diesem verfügte der Zoll über umfassende Befugnisse zur Durchsetzung der einschlägigen Gesetzte. Mit der Abschaffung der Zollgrenzen innerhalb der Europäischen Union verschwand auch der Zollgrenzbezirk. Der deutsche Zoll darf nun unter bestimmten Voraussetzungen im gesamten Bundesgebiet Kontrollen durchführen. An den internationalen Verkehrsflughäfen hat der Zoll nach wie vor umfassende Befugnisse. So muss jedermann auf Verlangen der Zollbediensteten anhalten, sich über seine Person ausweisen und eine Überprüfung seines Gepäcks ermöglichen. 

Europäische Zollunion, Deutscher Zoll

Der Zoll in der Europäischen Union

28 verschiedene Länder, 28 unterschiedlich aufgestellte Zollverwaltungen, ein europäisches "Zollgesetz" der Unionszollkodex (UZK)

Leider hat das Vereinigte Königreich am 31.01.2020 die EU verlassen, da waren es noch 27. 

Nehmen Sie sich 60 Sekunden Zeit um den Auftrag kennen zu lernen.

International tätig: Bei der Ausbildung afghanischer Sicherheitskräfte entsandte der Zoll Experten für Grenzsicherung an den Hindukusch. 

Aufgrund des verheerenden Anschlags auf das World Trade Center in New York am 11.09.2001 besetzten die USA Afghanistan, weil sie das dortige Taliban-Regime als Drahtzieher des Terroraktes ausmachten. Das war das vorläufige Ende eines islamischen Gottesstaates, der nach den mittelalterlichen Gesetzen der Scharia regiert worden ist.  

Im Rahmen der "International Security Assistance Force" (ISAF) unterstützte die Bundeswehr, als zweitgrößter Truppensteller, die USA, um nach dem Sturz der Taliban den Wiederaufbau Afghanistans abzusichern und staatliche Strukturen neu zu etablieren.

Feldpost aus Afghanistan

Trotz Feuergefechten, Sprengfallen und toten Bundeswehrsoldaten vermied es die damalige deutsche Regierung lange, die Kämpfe als das zu bezeichnen was sie wirklich waren: Krieg. 

Deutsche Einsatzkräfte in Afghanistan

Die Flamme der Demokratie leuchtete zwanzig Jahre über dem Hindukusch, brachte westliche Werte ins Land. Im Juli 2021 beendeten die USA und damit auch Deutschland ihre verlustreiche Truppenpräsenz in Afghanistan. Wenige Wochen später übernahmen die Taliban kampflos die Macht. Die Flamme ist erloschen. 

Afghanistan ist der weltgrößte Opiumproduzent mit Potential für mehr.

Afghanistan, Opium, Crystal Meth

Alleine zwischen 2018 und 2019 dürften die Taliban fasst eine halbe Milliarde Dollar mit Drogenhandel verdient haben, so die UN. US-Quellen glauben, dass 60 Prozent ihrer Jahreseinnahmen aus Anbau und Handel mit Drogen stammen, mithin der größte Wirtschaftszweig des Landes außer dem Krieg. Afghanistan ist, laut World Drug Report der UN, mit über 80 Prozent der globalen Herstellung Weltmeister in der Opiumproduktion.
Exportiert wird nach Südasien, Afrika, Nordamerika, Australien und Europa. Die USA haben in der Vergangenheit Labore aus der Luft angegriffen oder durchsucht, letztendlich erfolglos. Afghanistan wird Spitzenreiter in Sachen Opium bleiben. Und weiter expandieren.
Grund: Die Voraussetzungen Crystal Meth wesentlich billiger zu produzieren, als die mexikanischen Kartelle oder die Drogenbarone im Goldenen Dreieck zwischen Laos, Thailand und Burma, sind ideal. 

Thailand, Chiang Mai, Crystal Meth

Möglich macht das Ephedra (Meerträubel), ein Strauch, der in den gebirgigen Regionen Afghanistans auf einer Höhe von über 2500 Metern prächtig gedeiht. Ephedra wächst über mehrere Jahre heran und wird den ganzen Sommer lang geerntet. Dazu besteigen afghanische Bauern mit Sicheln die Berge und bringen die eingebrachte Ernte in die Dörfer, wo sie 25 Tage trocknet, in Säcke verpackt und in die vielen Drogenküchen geliefert wird. Meth-Köche kristallisieren dort das Kraut zu biologischem Ephedrin. Weil keine teuren Medikamenten benötigt werden, kann Crystal Meth in Afghanistan bis zu 90 Prozent günstiger hergestellt werden als in Südostasien. Der Verkaufspreis bleibt gleich, somit erhöhen sich die Gewinne und werden in die Erweiterung der Produktion investiert. Schon jetzt können afghanische Warlords rund 1000 Tonnen Meth auf den Weltmarkt werfen. Das wird sich auch unter den Taliban nicht ändern, obwohl der Islam alle Drogen verurteilt. Da sich die Handelsrouten nach Europa und die USA bereits bei Herointransporten bewährt haben, wird bald mehr afghanisches Meth zu uns gelangen. Eine riesige Herausforderung für Zoll und Polizei.

Zum Autor dieser Website:

Ron MG war über 40 Jahre Ermittlungsbeamter im Bereich der internationalen Zoll-Kriminalität am Flughafen München. Er musste aufgrund einer im Einsatz erlittenen Schussverletzung den Dienst quittieren. Die Namen der in den Geschichten handelnden Protagonisten sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit tatsächlich lebenden Personen wären rein zufällig und nicht beabsichtigt. Die dargestellten Geschehnisse haben so, so ähnlich oder auch gar nicht stattgefunden.

Geschichten über Schmuggler und Zöllner Ron MG

Ron MG stellt Schmuggler von Kokain aus Mexiko.

Ron MG Schmugglergeschichten

Der eröffnet das Feuer.

Ron MG Zollkrimis Flughafen München

Ron MG schießt zurück und beendet den Angriff.

Ron MG Ermittlungsbeamter, Zollfahndung München Flughafen

Wird aber selbst auch getroffen und aus dem Dienst entlassen.

Wir hoffen sehr, dass Ihnen durch unsere Website nicht übel geworden ist und bedanken uns für Ihr Interesse. Haben Sie eine gute Geschichte zu erzählen? Schreiben Sie uns Ihre Erlebnisse bei Zollkontrollen im In- und Ausland!

Über ein Feedback würden wir uns sehr freuen.

Auf Wiedersehen!

Kotztüte, Spuckbeutel der Eurowings

Airsickness bag (Spucktüte)

Zollgrenzbezirk Flughafen München

Ron MG Köpf
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