Münchens Tor zur Welt
Mit einer logistischen Meisterleistung begann am 17. Mai 1992 die Ära des Großflughafens München.
Das Terminal 1
besteht aus fünf eigenständige Abflug- und Ankunftseinheiten A bis E, den sogenannten Modulen.
Hier legen die Flugzeuge an: Fluggastbrücken am Terminal 1
Im Übergang vom Terminal 1 ins Terminal 2: das München Airport Center (MAC)
Namensgeber des Flughafens München
Franz Josef Strauß, Bayerischer Ministerpräsident von 1978 bis 1988. Diese Steinskulptur steht im Zentralbereich des Flughafens, an der Schnittstelle zwischen Terminal 1 und 2.
"Konservativ heißt nicht nach hinten blicken, konservativ heißt an der Spitze des Fortschritts marschieren." FJS am 01.03.1978 in Coburg. Dieser im Munich Airport Center (MAC) ausgestellte Holzschnitt zeigt den begeisterten Piloten Strauß im Cockpit eines Kleinfliegers.
Das Terminal 2
Erbaut von FMG und Lufthansa und ausschließlich horizontal gegliedert. Seit 29.06.2003 in Betrieb.
Terminal 2-Zugang vom MAC
Abflug im Terminal 2
Der kleine Bruder von Terminal 2: Der Satellit
In Betrieb seit 26.04.2016. Das sogenannte In-Field-Terminal steht im Sicherheitsbereich des Flughafens und kann nur über das T2 erreicht werden. Dafür steht eine unter dem Vorfeld verlaufende Zugverbindung, das Personentransportsystem (PTS), bereit.
Fast wie auf dem Viktualienmarkt im Zentrum Münchens: Der zentrale Marktplatz im Satellitenterminal. Hier gibt es von Weißwürsten über Leberkäse bis zum Schweinebraten alle typisch bayerischen Leckereien.
Durchgängige Glasfronten sorgen für viel Licht und tolle Ausblicke von allen Ebenen auf den emsigen Betrieb auf dem Flughafenvorfeld.
Die Tankinfrastruktur unterm Vorfeld verläuft vom Tanklager über ein rund 17 Kilometer umfassendes Unterflurleitungssystem bis zu den Parkpositionen der Flugzeuge. Deren Kerosintanks befinden sich in den Tragflächen.
Sie haben aus Klimaschutzgründen Bedenken gegen Flugreisen?
Warum in den Flieger steigen und nicht besser zu Hause bleiben?
Weil Reisen bildet, unterschiedliche Kulturen verstehen hilft, die Angst vor dem Fremdartigen nimmt und letztendlich völkerverbindend ist.
Der CO2-Ausstoß von Flugzeugen wird mit technischen Lösungen reduziert; Fremdenfeindlichkeit mit dem Kennenlernen anderer Länder und ihrer Menschen.
Die Virgin Atlantic Airways absolvierte Ende 2023 das erste Mal mit aus tierischen Fettabfällen, Maisabfällen und Speiseölen hergestellten Kerosin einen Langstreckenflug von London nach New York.
Die Erde erwärmt sich, die Gemüter überhitzen.
Klimaaktivisten wollen Flugverkehr für andere am liebsten verbieten, die Airlines sind innovativer:
Schadstoffausstoß wird spürbar reduziert
Gemäß der gemeinschaftlichen Klimaschutzstrategie der Luftfahrtbranche soll die Treibstoffeffizienz der Fluggeräte bis zum Jahr 2050 die Netto-CO2-Emissionen um 50 Prozent gegenüber 2005 senken. Der von der Lufthansa im Langstreckenverkehr eingesetzte Airbus A350-900 ist so sparsam wie kein vergleichbarer Flugzeugtyp und verbraucht im Durchschnitt nur noch 2,9 Liter Kerosin pro Passagier und 100 Kilometer Flugstrecke. Außerdem sorgt dieser neue "Flüsterjet" für eine spürbare Lärmminderung. Das kommt vor allem den Anwohnern in der Flughafenregion zu Gute, denn im Vergleich zu einem Airbus A340 ist die A350 nur noch halb so laut.
Die Reduzierung des Kerosinverbrauchs ist aber nur der erste Schritt. Mittelfristig wird sich "grünes" Kerosin, sogenannte Sustainable Aviation Fuels (SAF), dass nicht mehr nur aus Erdöl gewonnen wird, durchsetzen. Derzeit wird SAF aufwendig und teuer aus Biomasse, also nachwachsenden Rohstoffen wie Raps, gewonnen. Weil hierbei die Kraftstoffgewinnung in Konkurrenz zu Anbauflächen für Lebensmitteln tritt, wird an Bio-Kerosin der zweiten Generation geforscht. Bei den hier verwendeten Abfallstoffen wie Müll, Altöl oder Fetten besteht diese Gefahr nicht.
Aber das ist erst der Anfang. Ziel ist es, komplett synthetisches Kerosin, sogenannte „Power-to-Liquid-Kraftstoffe“ (PtL), die durch Elektrolyse unter Einsatz von Wasser, CO2 und erneuerbarem Strom entstehen, in großen Mengen herzustellen. Durch das Verbrennen von PtL wird zwar genau soviel an CO2-Emissionen wie bei fossilem Kerosin freigesetzt, der entscheidende Vorteil liegt im Produktionsprozess selbst: das dafür benötigte CO2 wird fast vollständig in Kraftstoff umgewandelt. Damit kann die Kohlendioxidemission um 70 % reduziert werden.
Auch der Flughafen München will bis 2025 CO2-frei sein
Die Ruhe vor dem Sturm
Am 31. Dezember 2019 zeigten die Monitore des internen Fluginformationssystems (FIS) die letzten Ankünfte des zu Ende gehenden Jahres 2019 und die Ersten des neuen Jahres 2020 an. Der letzte Flug an Silvester 2019 kam um 23:25 Uhr auf dem Flughafen München an: die Air Portugal aus Lissabon. Die erste Maschine am Neujahrstag 2020 landete um 05:30 Uhr in München: die Air China aus Peking. Sie brachte nicht nur Passagiere mit. Damals ahnte niemand was passieren würde.
Die Corona-Pandemie zwingt nicht nur Flugzeuge auf den Boden
An Silvester 2019 informierten chinesische Behörden die Weltgesundheitsorganisation (WHO) über eine neue Lungenkrankheit (Covid-19) deren Auslöser der Virus Sars-Cov-2 ist. Dieser soll von Fledermäusen über asiatische Schleichkatzen auf den Menschen übergesprungen sein. Als Quelle wird ein Markt in Wuhan genannt, woraufhin die ganze Region mit 56 Millionen Menschen unter Quarantäne gestellt wird. Doch die rasend schnelle, weltweite Verbreitung lässt sich nicht mehr aufhalten. Am 28.01.2020 wird ein Mann aus Starnberg von einer Kollegin aus China infiziert. Bis zum 31.01.2021 werden sich alleine in Deutschland knapp 2,3 Millionen Menschen mit Covid 19 anstecken und 58.000 daran sterben. Weltweit sind bis zum 02.02.2021 in 192 Ländern 2,2 Millionen an oder mit Corona Menschen gestorben. Sars-CoV-2 stammt nach gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnissen von einem Coronavirus aus der Fledermaus ab. Weil sich die weltweit größte Sammlung solcher Erreger im Wuhan Institute of Virology befindet, direkt neben dem Ort des ersten Ausbruchs der Infektion, verstummen die Gerüchte über einen Laborunfall nicht.
Im März 2020 wird wegen der weltweiten Corona-Krise der Betrieb am Flughafen München massiv heruntergefahren. Die Lufthansa stellte bereits am 29.01.2020 alle Flüge nach China ein. Weil die Maschinen nicht mehr fliegen und stattdessen "eingemottet" werden, sind die Verluste enorm.
Leere am Gepäckband des Flugs aus Dubai.
Keine Abflüge mehr auf der Anzeigentafel.
Keine Passagiere, dafür kistenweise Schutzausrüstung auf den Sitzen. Der Gepäckdienst entlädt aus dem Fluggastraum eine Großlieferung mit chinesischen FFP 2-Masken.
Im Sommer 2022 steigen die Flugbewegungen auf 60 Prozent des Vor-Corona-Niveaus
Im Juni 2022 sind gut 75% der deutschen Bevölkerung (63,1 Millionen Menschen) zwei Mal, knapp 60% (49,7 Millionen) sogar drei Mal geimpft. Der Virus mutiert, wird ansteckender, aber auch schwächer. Die Symptome ähneln denen eines grippalen Infekts. Im Frühjahr 2023 fallen alle Beschränkungen. Die Welt öffnet wieder, die Flugzeuge sind startklar und erleben einen kaum zu bewältigenden Ansturm von Urlaubshungrigen. Die Coronakrise ist kaum zu Ende, da steht die Welt schon vor den nächsten Katastrophen.
Zeitenwende: Corona endet, der Krieg beginnt
Russland greift am 24.02.2022 die Ukraine an
Mit dem Kriegsbeginn sperrt die EU alle Flughäfen und den Luftraum für russische Airlines und erlässt zugleich ein Überflugverbot. Die Aeroflot wird am Flughafen München so schnell nicht wieder zu sehen sein.
Im Rückspiegel: Fußballweltmeister 2014 landen in München
Bayerische Spitzenprodukte: Der Flughafen München und der FC Bayern München. Die Weltmeister kommen heim.
Die Nationalspieler des FC Bayern München werden bei ihrer Ankunft aus Brasilien im Juli 2014 vom Bayerischen Ministerpräsidenten, Münchens Oberbürgermeister und dem Vorstand des FC Bayern empfangen.
Torwart Manuel Neuer mit Horst Seehofer und Dieter Reiter
Thomas Müller, Karl-Heinz Rummenigge, Manuel Neuer, Dieter Reiter und Horst Seehofer (von links nach rechts)
Toni Kroos (von hinten), Philipp Lahm mit Bayerischen Löwen, Dieter Reiter, Horst Seehofer und Thomas Müller (von links nach rechts)
Auch die Schülermannschaft des FC Bayern begrüßt ihre Helden
Bayern-München-Tourbus vor Ankunftsmodul D des Terminal 1
Lufthansa-Maschine mit FC Bayern-Sonderlackierung
Fußballnationalspieler Thomas Müller im Interview
Phillipp Lahm, Kapitän der Weltmeistermannschaft, Dieter Reiter, Münchens OB, Horst Seehofer, Bayerischer Ministerpräsident und Thomas Müller (von links nach rechts)
Der alte Flughafen Riem im Jahre 1986
Zollausgang der Ankunftshalle
Der alte Flughafen München war von 1939 bis 1992 im Stadtteil Riem in Betrieb und zog dann ins 28 Kilometer nordöstlich von München entfernte Erdinger Moos um. Nur die denkmalgeschützte Abflughalle (Wappenhalle) und der Tower erinnern heute noch an den traditionsreichen alten Airport, auf dessen Gelände das Messezentrum München entstand. Die Clipper der Pan Am landeten nicht mehr in MUC II. Für die legendäre Airline kam bereits im Dezember 1991 das aus.
Umzug des kompletten Münchner Flughafens in nur einer Nacht
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Das Ende
Nach seiner Schließung wurde der stillgelegte Riemer Flughafen bis 1996 als Kulturzentrum genutzt. In den Terminalgebäuden fanden Rock- und Popkonzerte statt, die ehemalige Halle C, in der strenge Sicherheitskontrollen für Israel-Flüge stattfanden, verkam zum Flohmarkt für osteuropäische Billigware. Die Abbildung oben zeigt diese historische Halle C kurz vor ihrem Abriss. Am 31. Juli 1982 war sie Schauplatz eines Terroranschlags. Die am Abflugschalter der israelischen Fluggesellschaft EL AL gezündete Bombe verletzte sieben Menschen schwer.